Tätigkeitsbericht 2021 KNU / OAK Mechernicher Naturschutzverbände

Tätigkeitsbericht des KNU OAK Mechernich für das Geschäftsjahr 2021


Monatstreffen und Exkursionen:

 Aufgrund der Covit 19 Pandemie fand unser erstes Präsenztreffen im NABU Kirchberghaus im Oktober 2021 als sogenannte Hybridveranstaltung statt. Neben den präsenten Teilnehmern waren einige per Skype Videokonferenz zugeschaltet. Zuvor gab es vom Januar bis September 2021 lediglich sich per monatlicher Skype Videokonferenz auszutauschen, die von Kurt Schroeder organisiert wurde. Der Meinungsaustausch in Sachen Naturschutz, die Bedarfsermittlung und Organisation von Arbeitseinsätzen, die Vorbereitung und Entwicklung von Stellungnahmen bei Eingriffen in den Naturhaushalt im Stadtgebiet Mechernich und nicht zuletzt die Kontaktpflege untereinander konnte auf diese Art und Weise aufrecht gehalten werden. Mitglieder ohne die Skype Teilnahmemöglichkeit konnten lediglich sporadisch telefonisch unterrichtet werden.

 

Exkursionen fanden keine statt. Allerdings gab es unter Einhaltung der damaligen Corona Einschränkungen eine nicht weiter organisierte naturkundliche Wanderung durch das NSG Grube Rolf mit den dort aktiv an den Freistellungsarbeiten beteiligten.

 

Arbeitseinsätze:

Während der alljährlichen Amphibienwanderung wurde an den Wochenenden und abends die Schranke im Krebsbachtal bei Roggendorf, wie mit der Stadt Mechernich besprochen, geöffnet und geschlossen.

 

Zur Erhaltung der offenen Magerlandschaft im NSG Grube Rolf wurden Maßnahmen gegen den unerwünschten Aufwuchs von Pioniergehölzen und die Erhaltung der mageren Verhältnisse mit anschließendem Einsammeln des Schnittguts vorgenommen, sowie Zaunsicherungsmaßnahmen zur Wahrung der Verkehrs Sicherheit geleistet. Drei Jakobsschafe und zeitweise bis zu Sechzehn Esel weideten von Ende August bis Ende Oktober Gräser und Kräuter ab. Die Rücknahme der Gehölze auf den Freiflächen und die Zaunsicherung machen jedoch noch immer reichlich Arbeit. Mehr als inzwischen 50 Nistkästen für Vögel, Fledermäuse, Haselmäuse sind im NSG inzwischen angebracht. Die jährliche Reinigung und Kontrolle der Kästen im Herbst, bestätigt erneut den Nachweis der Haselmaus (Schläfer oder Bilch) und der Gelbhalsmaus (eine echte Maus). In den Haselmauskästen wurden insgesamt drei Gelbhalsmauspaare sowie ein Kasten mit Jungtieren festgestellt. In zwei benachbarten Vogelnistkästen waren Haselmäuse eingezogen. Vermutlich handelt es sich um Ausweichquartiere, weil die größere Gelbhalsmaus sich besser durchsetzen kann.

 

Stellungnahmen und Sonstiges:

  • Zu folgenden Bebauungsplänen und sonstigen Eingriffen wurden Stellungnahmen eingereicht:
    • Geplanter Radweg von Firmenich nach Satzvey entlang der ehemaligen Kreisbahntrasse. Diese ist Bestandteil des NSG 2.1-13 ehemalige Klebsandgrube Rolf. Unmittelbar entlang der Trasse oder sogar auf der Trasse wird ein beleuchteter Radweg seitens der Stadtverwaltung und der lokalen Politik geplant. Insbesondere prioritäre Vogelarten der Feldflur sind betroffen. Außerdem wird ein Wanderkorridor mobiler Arten weiter zerschnitten.
    • BP Nr. 143 Gewerbegebiet Peterheide II. Nutzung des ehemaligen Bundeswehrfahrschulgeländes zur Aus- und Fortbildung von RVK Busfahrer und der Einrichtung eines passenden Geländes für Fahrsicherheittraining. Für die dort vorhandenen planungsrelevante Arten ist eine vertiefende ASP 2 notwendig. Ferner ist die Oberflächenentwässerung in Richtung NSG 2.1-6 Bleibachaue bei Roggendorf problematisch. Es wurde eine feste Amphibienschutzanlage bei Elisabethhütte zur Kompensation des Eingriffs vorgeschlagen.
    • Stellungnahme zur Ergänzungssatzung Schaven Im Winkel. Ein zuvor verwilderter naturnaher Obstgarten wurde freigemacht für Nutzung als Neubaugebiet. Die Betroffenheit planungsrelevante Arten ist nicht auszuschließen. Es erfolgt hier wie auch andernorts seitens der Kommune keine Überwachung zur Einhaltung von Auflagen zum Erhalt von Obst- und Höhlenbäumen oder der Anpflanzung heimischer Gehölze.
    • Beteiligung am Wegekonzept der Stadt Mechernich, mit Meldung und Nachmeldung zum jeweiligen Status des Wege- aus naturschutzfachlicher Sicht. Auffallend ist, dass eine ganze Reihe von Wegen in der realen Natur nicht mehr zu erkennen sind. Entweder sind sie Bestandteil von Gebüsch Strukturen, Waldrand oder Wald, Grünland oder Ackerflächen geworden. Beteiligung an zwei virtuellen Bürgerversammlungen.
  • Mit der NABU Ortsgruppe „Natürlich“ in Kommern besteht eine enge Kooperation in Sachen aktive Naturschutzarbeit, Flächenverbrauch und Hochwasserschutz. Man hilft sich gegenseitig und wir können das Kirchberghaus als NABU Domizil kostenlos mitnutzen.
  • F.-J. Henkenmeier

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