Jahresbericht 2018 – Ortsarbeitskreis Bad Münstereifel

By 10. Dezember 2018Jahresbericht

Aktivitäten des OAK Bad Münstereifel 2018

Auch in diesem Jahr lag der Schwerpunkt unserer Pflegearbeiten im Gelände des NSG Kalkarer Moor. Inzwischen werden die großen Schilfbestände von Fachfirmen mit Raupenfahrzeugen (umgebauten Pistenbullies) durchgeführt. Diese Maschinen hinterlassen dank ihrer breiten Kunststoffketten deutlich weniger Spuren in dem weichen Moorboden als die früher eingesetzten Traktoren. Das Mähgut wird gleich beim Mähvorgang in den dafür vorgesehenen Behälter auf dem Fahrzeug geblasen und dann aus dem Moor heraus zu einer Deponiestelle am Rand gefahren, wo es später abgeholt wird. Am ersten Einsatztag in diesem Jahr hatte das Gerät eine Kettenpanne, die jedoch am nächsten Tag repariert werden konnte.

Unsere Arbeit besteht im Mähen der für das Großgerät nicht zugänglichen Randbereiche. Dort kommt die Motorsense zum Einsatz und ab Januar 2019 unser neu angeschaffter Einachs-Kreiselmäher, der uns diese körperlich anstrengende Arbeit etwas erleichtern wird. Das Mähgut müssen wir aber auch dann immer noch von Hand heraustragen und am Rand aufhäufen. Außerdem wachsen in jedem Jahr die Stockausschläge so stark nach, dass wir diese ebenfalls beseitigen müssen, um die offene Fläche zu frei zu halten.Die Tätigkeit in der frischen Luft macht den Helfern viel Spaß. Allerdings wäre es wünschenswert, wenn bei den Arbeiten mehr fleißige Hände mithelfen könnten, denn wir haben nach jedem Einsatz das Gefühl wir werden nie fertig mit diesen Aufgaben.

Die finanzielle Entschädigung, die wir für die Erledigung des Pflegeauftrags im Kalkarer Moor erhalten, brauchen wir für die Aufsichten während der Öffnungszeiten der Ausstellung im Werther Tor. Hier verdienen sich Schüler ein kleines Taschengeld, indem sie drei Stunden an Sonn- und Feiertagen aufpassen, dass nichts beschädigt wird.

Das Werther Tor “in Schuss” zu halten, ist eine aufwändige Angelegenheit. Dazu gehören: Organisation der Aufsichten, Betreuung des KNU-Schaukastens, Pflege des Kräutergartens und des Zugangs, Winterwartung um Rohrbruch durch Frost zu vermeiden, Besorgung von Informationsmaterial für Kinder und Erwachsene und Verteilung auf die Auslagen, Reinigung der vier Etagen vor Beginn der Öffnungssaison, Kontaktpflege mit der Stadtverwaltung wegen Renovierungs- und Brandschutzmaßnahmen, Mitarbeit im Kreis Münstereifeler Museen. Die Aufzählung ließe sich noch weiter fortsetzen.

Obwohl diese Tätigkeiten keine eigentliche Naturschutzarbeit darstellen und bei nachlassender Resonanz und Mitgliederschwund oft frustrierend wirken, sind sie für uns wichtig, denn die Ausstellung im Werther Tor, ein “Aushängeschild” für den gesamten KNU, ist immer noch ein Anziehungspunkt für Einheimische und Gäste der Stadt. Besonders bei bei Veranstaltungen wie dem Eifeler Kräutertag und dem Kinderfest von Tor zu Tor stellen die Besucher fest, dass wir mit unserem ehrenamtlichen Einsatz viel schaffen und geschafft haben. Bewunderung erhalten dabei vor allem das große mit Kindern gebastelte Insektenhotel und das dreidimensionale Geländemodell mit typischen Biotopen der Eifel. Bei diesen Festen ist das Werther Tor ganztägig geöffnet, und wir bauen dann mit Kindern Nisthilfen für Vögel und Insekten. Wir merken dabei, dass Kinder wie Erwachsene zunehmend besorgt sind wegen des spürbaren Rückgangs der Insektenpopulation.

Bereits im Jahr 2016 sind wir durch Schenkung in den Besitz eines 780 m² großen Grundstücks in Eicherscheid gekommen. Es ist als Grünland eingetragen und liegt im Hang östlich vom Ort am alten Triftweg. So entgeht diese Stelle dem Schicksal anderer Parzellen, die dort als stark überweidete Pferdekoppeln genutzt werden. Da es aber sehr mit Schlehen und Weißdornhecken zuwächst, schneiden wir regelmäßig die Stockausschläge zurück und erweitern die offene Wiesenfläche in Absprache mit dem Besitzer des oberhalb liegenden Grundstücks, um Platz für Blumen und Gräser zu schaffen.

Am 8. Oktober 2017 verstarb unser Mitglied Gebhard Lingscheidt aus Eschweiler. Durch seine Hilfsbereitschaft bei unseren Einsätzen in Iversheim, Kalkar und am Steinbruch im Eschweiler Tal erleichterte er uns mit seinem Traktor die Arbeiten sehr. Nach unserem Silvestereinsatz 2017, den wir in Erinnerung an ihn auf “seinem” Pflegegebiet bei Eschweiler durchführten, fand der Ausklang des Einsatzes in der Scheune seines Hofes statt. Dabei war es gut für uns zu erfahren, dass Sohn Manfred die Arbeiten seines Vaters fortsetzen wird.

Leider mussten wir unseren für März 2018 vorgesehenen Obstschnitt-Termin wegen ungünstigen Wetters absagen. Im kommenden Jahr ist jedoch wieder ein Termin vorgesehen. In Zusammenarbeit mit Renette führen wir diese Schnittkurse durch und pflegen dabei nach und nach Obstwiesen auf städtischen Flächen.

Unsere monatlichen Versammlungen finden an jedem ersten Dienstag im Monat (außer Januar) um 19.30 Uhr statt; von April bis Oktober in unserem Versammlungsraum im Werther Tor, von November bis März im CaféT in der Werther Straße.

Norbert Liebing, 10.12.2018

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